Maßnahmen zum Wiedereingewöhnen in die Freiheit

Wenn der richtige Zeitpunkt zum Aussetzen des Igels gekommen ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten dem Tier beim Eingewöhnen in die neue Freiheit zu helfen. Am wichtigsten ist es den Igel unter keinen Umständen tagsüber, womöglich noch bei praller Sonne, in die Natur zu entlassen. Der Igel ist ein Nachttier und deshalb sollte er auch Abends oder Nachts ausgesetzt werden. Am besten wartet man bis das Tier zu seiner gewohnten Zeit wach ist und trägt ihn dann ins Freie. Allerdings sollte man dem Igel beim Weg zurück die Freiheit helfen. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder füttert man den Igel noch, wenn er draußen ist oder man baut zusätzlich ein Freigehege. 

 

Wenn man sich nur für das Füttern entschieden hat einfach das gewohnte Futter in einem Schälchen in den Garten stellen und so lange füttern bis der Igel nichts mehr frisst, denn dann findet er genügend Futter im Garten.

Mit freundlicher Genehmigung von www.Igelhilfe.de

Der Bau eines Freigeheges lässt sich natürlich nur im eigenen Garten verwirklichen. Dafür benötigt man eine Fläche von vier Quadratmetern (pro Igel), acht zugespitzte Holzpfähle und 16m feinen Maschendraht, mit einer Höhe von ca. 70cm. Der Draht wird ungefähr 5-10cm im Boden versenkt und an den Holzpfählen befestigt. In das Gehege stellt man das Überwinterungshäuschen, Futter und Wasser. Das Häuschen sollte nicht direkt am Draht stehen, da der Igel sonst über das Häuschendach das Gehege verlässt, und das Gehege muss regelmäßig gereinigt werden. Sobald der Igel das richtige Gewicht erreicht hat, muss der Zaun abgebaut werden, so dass das Tier zurück in die Natur kann. Manchmal wird der Igel wieder zurück in sein Häuschen kommen, aber nicht in jedem Fall.