Fütterung

Das bekannte Sprichwort "was man isst, das ist man" lässt sich auch auf die Fütterung des Igels übertragen. Nur bei gesunder Ernährung bleibt das Tier gesund. Hierbei gilt der Grundsatz, dass nicht alles was der Igel in Windeseile verspeist wirklich gut für ihn ist. Milch, gewürzte Speisereste, Süßspeisen, Wurst und eingesammelte Schnecken oder Regenwürmer darf der Igel nicht verzehren. Letztere dienen als Zwischenwirte für Larven von Darm- und Lungenparasiten und somit kann sich der Igel rasch erneut Parasiten holen, die zuvor entfernt wurden. Milch führt zu Durchfall oder gar Tod und die anderen Lebensmittel sind ungesund für Igel.

Empfehlenswert ist dagegen Hunde- oder Katzenfutter aus der Dose, das die notwendigen Mineralstoffe und Vitamine enthält. Doch darf dieses Futter nicht allein gegeben werden, sondern muss durch andere Kost bereichert werden. Am besten wird es mit Haferflocken oder Futterkleie und Gemüseflocken für Hunde gemischt, wobei man die leere Futterdose als Messbecher benutzt (je zum Viertel mit den Zutaten füllen). Diese Kost trägt dazu bei, dass die Igel geruchsarmen, festen Kot haben. Jeden Tag sollte eine Messerspitze vitaminisierter Futterkalk und ein Teelöffel Heilerde gefüttert werden. Als Zusatz zum Dosenfutter eignet sich Igelfutter (Trockenfutter und aus der Dose), Trockenfutter für Katzen oder Hunde, Magerquark, gelegentlich gekochte, zerdrückte Karotten und Rührei ohne Gewürze. Angebratenes Rinderhack sollte dem Igel öfter angeboten werden, allerdings muss es immer ganz frisch sein, wegen der Salmonellengefahr und am besten vom Bauern wegen BSE. Zur Zahnpflege sollen zudem regelmäßig gekochte Hühnerflügel und -hälse mit Knochen gefüttert werden. Gekochter Fisch ohne Gräten ist auch ein geeignetes Zusatzfutter.

Nun gibt es noch einen Punkt, den man bei der Fütterung beachten muss: den Zeitpunkt. Da Igel Nachttiere sind, füttert man sie abends, möglichst immer zur selben Zeit, da sich der Igel daran gewöhnt und meist schon auf sein Futter wartet. Lediglich junge Igel und extrem geschwächte Tiere müssen sogar mehrmals am Tag Futter erhalten, allerdings in kleinen Mengen.